Martin Zeil (FDP) fordert Zwangsanleihen in den Krisenländern

Passau (BoerseGo.de) - Nach Ansicht von Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Martin Zeil (FDP) sollten die Krisenländer in der Eurozone zuerst die eigene Bevölkerung zur Kasse bitten, bevor Hilfen bei der EU und damit bei den Steuerzahlern im Ausland beantragt werden. "Alle Länder müssen zuerst die Möglichkeiten nutzen, die sie im eigenen Land haben - etwa die Vermögen ihrer eigenen Bürger", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Eine Möglichkeit hierfür seien Zwangsanleihen.
In Spanien und Italien seien die Privatvermögen viermal so hoch wie die Staatsschulden. "Offensichtlich gibt es also großes Potenzial für Schuldenländer, im eigenen Land tätig zu werden, ehe man nach deutschem Geld ruft. Durch eine rückzahlbare Zwangsanleihe bei den eigenen Bürgern könnten diese Länder ihre Schuldenkrise in den Griff bekommen", erklärt Zeil. Zudem sei es nur gerecht, wenn diese Länder "erst einmal ihre eigenen Bürger zur Sanierung des Landes heranziehen". Schließlich seien die Hilfen aus den Rettungsschirmen "nichts anderes als eine Zwangsanleihe beim deutschen Steuerzahler".


© BörseGo AG 2012 - Autor: Thomas Gansneder, Redakteur

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