MÄRKTE ASIEN/Börsen wenig bewegt - Ölpreis gibt nach
An den ostasiatischen Aktienmärkten halten sich die Kursbewegungen am Dienstag in relativ engen Grenzen. Die Ergebnisse des Treffens der Euro-Gruppe in Brüssel und neue Konjunkturdaten aus China setzen die Märkte unter dem Strich nicht stärker in Bewegung. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro schwach und notiert wieder unter 1,23 Dollar.
Dass die Euro-Finanzminister Spanien ein Jahr länger Zeit zur Rückführung seines übermäßigen Defizits geben wollen und noch im Juli eine erste Nothilfe von 30 Milliarden Euro für die spanischen Banken fließen lassen wollen, wird von den Finanzmärkten zwar tendenziell positiv aufgenommen. Dem gegenüber steht aber als bremsender Faktor der Anstieg des chinesischen Handelsbilanzüberschusses aufgrund eines schwächeren Importwachstums. Das sorgt für Bedenken über die Nachfrage aus China, die als wichtiger globaler Konjunkturfaktor gilt.
"Der grundsätzliche Trend zeigt weiter eine Verlangsamung an und die damit verbundene Erwartung ist, dass die BIP-Werte am Freitag ziemlich schwach ausfallen werden", sagt Andrew Sullivan, Händler bei Piper Jaffrey in Hongkong und weiter: "Es ist offensichtlich, dass sich das globale langsamere Wachstum auf China auswirkt und China allein wird nicht die Welt retten können".
Nach anfänglichen Gewinnen haben die meisten Börsen der Region leicht ins Minus gedreht. In Tokio gibt der Nikkei-225 um 0,1 Prozent nach auf 8.888 Punkte und wird etwas gestützt von Hoffnungen auf konjunkturstimulierende Maßnahmen der japanischen Notenbank im späteren Verlauf der Woche. An den Börsen in Sydney, Schanghai, Hongkong und Seoul fallen die Verluste mit bis zu 0,5 Prozent etwas höher aus. Lediglich in Singapur gewinnt das Marktbarometer leicht.
Der Euro ist von 1,2320 Dollar am Montag wieder auf unter 1,2290 Dollar abgerutscht, während sich wiederum der Dollar zum Yen von seinem niedrigen Niveau nicht lösen kann. Der Ölpreis kommt unterdessen nach seinem kleinen Höhenflug am Vortag wieder zurück, nachdem ein drohender Stopp der Erdölförderung in Norwegen wegen eines Arbeitskampfs in letzter Sekunde abgewendet wurde. Das Barrel der US-Sorte WTI geht mit 84,75 Dollar um, verglichen mit knapp 86,50 Dollar am Vortag.
An der Tokioter Börse steht die Sharp-Aktie unter Druck und verliert fast 4 Prozent. Das Unternehmen hat einen einmaligen Verlust von 15,86 Milliarden Yen im Zusammenhang mit der Einigung in einem Rechtsstreit mit Dell mitgeteilt. Noch stärker abwärts um über 6 Prozent geht es für Nikon. Hier belastet der Einstieg von Intel bei dem niederländischen Nikon-Wettbewerber ASML mit 4,1 Milliarden Dollar.
Die chinesischen Handelsbilanzdaten sorgen unterdessen in Sydney vor allem bei den Rohstoffwerten für Einbußen. BHP Billiton und Rio Tinto büßen 0,5 bzw. 0,8 Prozent ein. Keine Rolle spielen die Vorgaben von Alcoa. Der Aluminiumkonzern hatte am Vortag traditionell die US-Quartalsberichtssaison eröffnet und dabei insgesamt die Erwartungen getroffen.
In Seoul leiden Titel aus der Schifffahrtsbranche unter den Daten aus China. In China sind die Immobilienaktien die stärksten Verlierer, nachdem der chinesische Ministerpräsident angekündigt hatte, die Restriktionen in dem Sektor zur Vermeidung eines Preisauftriebs noch eine ganze Weile aufrechterhalten zu müssen.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.090,90 -0,67% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.886,18 -0,12% 08.00 Kospi (Seoul) 1.827,13 -0,49% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.159,33 -0,53% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 19.369,71 -0,30% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.939,36 +0,35% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 10.17 Uhr EUR/USD 1,2284 -0,2% 1,2314 1,2279 EUR/JPY 97,6866 -0,3% 97,9724 97,8139 USD/JPY 79,5100 -0,1% 79,5615 79,6750 USD/KRW 1143,5000 +0,0% 1143,1700 1141,9800 USD/CNY 6,3676 -0,1% 6,3714 6,3702 AUD/USD 1,0167 -0,4% 1,0208 1,0166 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/DJN/gos/flf
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Dass die Euro-Finanzminister Spanien ein Jahr länger Zeit zur Rückführung seines übermäßigen Defizits geben wollen und noch im Juli eine erste Nothilfe von 30 Milliarden Euro für die spanischen Banken fließen lassen wollen, wird von den Finanzmärkten zwar tendenziell positiv aufgenommen. Dem gegenüber steht aber als bremsender Faktor der Anstieg des chinesischen Handelsbilanzüberschusses aufgrund eines schwächeren Importwachstums. Das sorgt für Bedenken über die Nachfrage aus China, die als wichtiger globaler Konjunkturfaktor gilt.
"Der grundsätzliche Trend zeigt weiter eine Verlangsamung an und die damit verbundene Erwartung ist, dass die BIP-Werte am Freitag ziemlich schwach ausfallen werden", sagt Andrew Sullivan, Händler bei Piper Jaffrey in Hongkong und weiter: "Es ist offensichtlich, dass sich das globale langsamere Wachstum auf China auswirkt und China allein wird nicht die Welt retten können".
Nach anfänglichen Gewinnen haben die meisten Börsen der Region leicht ins Minus gedreht. In Tokio gibt der Nikkei-225 um 0,1 Prozent nach auf 8.888 Punkte und wird etwas gestützt von Hoffnungen auf konjunkturstimulierende Maßnahmen der japanischen Notenbank im späteren Verlauf der Woche. An den Börsen in Sydney, Schanghai, Hongkong und Seoul fallen die Verluste mit bis zu 0,5 Prozent etwas höher aus. Lediglich in Singapur gewinnt das Marktbarometer leicht.
Der Euro ist von 1,2320 Dollar am Montag wieder auf unter 1,2290 Dollar abgerutscht, während sich wiederum der Dollar zum Yen von seinem niedrigen Niveau nicht lösen kann. Der Ölpreis kommt unterdessen nach seinem kleinen Höhenflug am Vortag wieder zurück, nachdem ein drohender Stopp der Erdölförderung in Norwegen wegen eines Arbeitskampfs in letzter Sekunde abgewendet wurde. Das Barrel der US-Sorte WTI geht mit 84,75 Dollar um, verglichen mit knapp 86,50 Dollar am Vortag.
An der Tokioter Börse steht die Sharp-Aktie unter Druck und verliert fast 4 Prozent. Das Unternehmen hat einen einmaligen Verlust von 15,86 Milliarden Yen im Zusammenhang mit der Einigung in einem Rechtsstreit mit Dell mitgeteilt. Noch stärker abwärts um über 6 Prozent geht es für Nikon. Hier belastet der Einstieg von Intel bei dem niederländischen Nikon-Wettbewerber ASML mit 4,1 Milliarden Dollar.
Die chinesischen Handelsbilanzdaten sorgen unterdessen in Sydney vor allem bei den Rohstoffwerten für Einbußen. BHP Billiton und Rio Tinto büßen 0,5 bzw. 0,8 Prozent ein. Keine Rolle spielen die Vorgaben von Alcoa. Der Aluminiumkonzern hatte am Vortag traditionell die US-Quartalsberichtssaison eröffnet und dabei insgesamt die Erwartungen getroffen.
In Seoul leiden Titel aus der Schifffahrtsbranche unter den Daten aus China. In China sind die Immobilienaktien die stärksten Verlierer, nachdem der chinesische Ministerpräsident angekündigt hatte, die Restriktionen in dem Sektor zur Vermeidung eines Preisauftriebs noch eine ganze Weile aufrechterhalten zu müssen.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.090,90 -0,67% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.886,18 -0,12% 08.00 Kospi (Seoul) 1.827,13 -0,49% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.159,33 -0,53% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 19.369,71 -0,30% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.939,36 +0,35% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 10.17 Uhr EUR/USD 1,2284 -0,2% 1,2314 1,2279 EUR/JPY 97,6866 -0,3% 97,9724 97,8139 USD/JPY 79,5100 -0,1% 79,5615 79,6750 USD/KRW 1143,5000 +0,0% 1143,1700 1141,9800 USD/CNY 6,3676 -0,1% 6,3714 6,3702 AUD/USD 1,0167 -0,4% 1,0208 1,0166 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/DJN/gos/flf
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